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CDU-Bildungspolitiker beschließen Konzept der Höheren Berufsbildung

Michael Kretschmer Michael Kretschmer Foto: studio kohlmeier

08.07.2016 

CDU-Bildungspolitiker beschließen Konzept der Höheren Berufsbildung

Mit der Höheren Berufsbildung will die CDU eine neue berufliche Bildungsmarke etablieren. Das Konzept, das der Bundesfachausschuss Bildung, Forschung und Innovation der CDU Deutschlands beschlossen hat, sieht vor, akademische und berufliche Bildung gleichwertig zu behandeln. 

Die Pressestelle der CDU Deutschlands teilt mit:

Der Bundesfachausschuss Bildung, Forschung und Innovation der CDU Deutschlands hat Vorschläge erarbeitet, wie die berufliche Bildung angesichts des drohenden Fachkräftemangels zukunftsfest gestaltet werden kann. „Wir wollen in den Köpfen der Jugendlichen und ihrer Eltern verankern, dass es nach der Hochschulreife mit der beruflichen Bildung einen arbeitsmarktnahen und damit sicheren Karriereweg gibt“, erklärte der Vorsitzende des Bundesfachausschusses und stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Kretschmer. Daher mache die CDU jetzt ernst mit der tatsächlichen Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung.

Ausgehend von der Qualifikation des Meisters, Fachwirts oder Technikers geht es beim Konzept der Höheren Berufsbildung darum, aufstiegsorientierten Menschen über den beruflichen Weg attraktive Karriereperspektiven zu eröffnen. „Bis 2018 steht in 135.000 Familienunternehmen die Übergabe an“, betonte Kretschmer. Diese Betriebe besetzten die Positionen für Fach- und Führungskräfte über die berufliche Bildung. Angesichts der schnellen technologischen Entwicklungen und des globalen Wettbewerbs seien Betriebe auf Fachkräfte angewiesen, die über profunde Praxiskenntnisse verfügen und – darauf aufbauend – durch Weiterqualifikation die neuesten Entwicklungen in den jeweiligen Fachbereichen beherrschen. Ihre Verdienstmöglichkeiten seien mit Akademikern vergleichbar. Auch gingen die beruflich Gebildeten kaum das Risiko ein, unter ihrer Qualifikation beschäftigt zu werden. Laut Berufsbildungsforschung ist dies bereits bei 28 Prozent der Universitäts- und 19 Prozent der Fachhochschulabsolventen der Fall.

Mit der Höheren Berufsbildung will die CDU eine neue berufliche Bildungsmarke etablieren. Dazu müssen die Berufslaufbahnkonzepte so weiterentwickelt werden, dass sie in Bezug auf Qualitätsstandards und Prüfungsanforderungen den beiden akademischen Bildungsmarken Bachelor und Master entsprechen. Als Beispiel nannte Kretschmer das Kraftfahrzeugtechniker-Handwerk: Aufbauend auf dem Gesellenabschluss (beispielsweise Kfz-Mechatroniker) reichen die Fortbildungen vom Kfz-Servicetechniker über den Meister im Kfz-Technikerhandwerk bis zum Betriebswirt im Kfz-Handwerk. „Mit dem Konzept der Höheren Berufsbildung übertragen wir die Vorteile der akademischen Bildungsangebote auf die berufliche Bildung“, unterstrich der Vorsitzende des Bundesfachausschusses. Dazu werden Lernorte benötigt, die berufliche und akademische Doppelqualifikationen vermitteln – wie zum Beispiel ein duales und triales Studium – und gleichzeitig den Innovations- und Technologietransfer in die Unternehmen sicherstellen. 

Gelesen 990 mal Letzte Änderung am 13.07.2016

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