Wieblingen 2014

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Derzeit beherrschen die kommunalen Modethemen Bahnstadt, Konversionsflächen und Konferenzzentrum die Schlagzeilen der örtlichen Presse. Ich möchte das Augenmerk mehr auf die politische Basisarbeit in den Stadtteilen lenken.

In Wieblingen gibt es derzeit Handlungsbedarf bei der Sanierung von Straßenschäden, insbesondere im Bereich der Mannheimer Straße und der OEG-Linie. Dieses Erfordernis wurde bei der Stadtverwaltung erkannt und die Sanierung wurde in die Prioritätenliste mit aufgenommen.

Am Ortsausgang Richtung Edingen kann man den schnellen Fortgang der Baustelle des neuen Feuerwehrgebäudes verfolgen. Der Rohbau steht und man kann schon erahnen, dass hier ein echtes Juwel für die Wieblinger entsteht.

Im Stadtteil werden derzeit Stimmen laut, die eine stärkere Beruhigung der Mannheimer Straße einfordern. Es werde immer noch zu schnell gefahren, der Individualverkehr müsse noch stärker beschränkt werden. Davor kann ich im Sinne des ortsansässigen Einzelhandels nur warnen. Die ohnehin angespannte Situation der kleinen Geschäfte würde sich noch weiter verschlechtern, bis hin zu einem unumkehrbaren Exodus der so wichtigen wohnortnahen Versorger. Zahlreiche Beispiel aus anderen Stadtteilen müssten uns eigentlich Mahnung genug sein. In Ziegelhausen z.B. wird auch Jahrzehnte nach der Ortskernberuhigung noch die optimale Lösung gesucht. In Rohrbach und Kirchheim konnte man während der langen Umbaumaßnahmen der Ortskerne sehen, wie sehr das dem Einzelhandel zusetzte. Ich appelliere dafür, die Einkaufsmöglichkeiten dem Individualverkehr gut zugänglich zu machen.

Ich habe zuletzt auch wieder Meinungen gehört, die es unverständlich finden, wie eine Verkehrssituation absichtlich so beschränkt und verschlechtert wird, dass es zu Gefahrenpunkten kommt. So bekommt mancher Autofahrer schweißnasse Hände, wenn der Linienbus mit Schwung in die Engstelle auf Höhe der Elisabeth-von Thadden-Schule in der Mannheimer Straße einfährt. Gleiches gilt für die Verengung am Ortseingang und in der Höhe der Fröbelschule.

 

Damit wäre ich einmal mehr bei meinem Lieblingsthema, nämlich der nicht zu akzeptierenden Bevormundung der Bürger durch die Politik. Die üblichen Verdächtigen versuchen weiterhin ihre Prinzipien so unter das Volk zu bringen, siehe aktuell die Änderung der Landesbauordnung, die den Bauherren neuerdings Fahrradabstellplätze aufzwingen will. Oder auch das Schildbürgertheater um den Rückbau der L 600 in Sandhausen macht neutrale Beobachter mit gesundem Menschenverstand  fassungslos, wie hier Werte vernichtet werden sollen und die Infrastruktur zum Nachteil der Bürger zerstört werden soll.

Dass man mit mündigen Bürgern auch anders umgehen kann, zeigt das Aufklärungsprogramm 5Plus der Stadt, der Polizei und der Universität. Ohne Zwang wurde eine Aktion auf die Beine gestellt, die nach kurzer Zeit schon Erfolge meldet. 

Gelesen 3008 mal Letzte Änderung am 08.12.2014