CDU fordert erneut Kurzstreckenticket für alle Stadtteile

iebe Heidelbergerinnen und Heidelberger,

vor wenigen Tagen konnten wir lesen, dass sich nun auch die Mannheimer für ein echtes (also ausgedrucktes) Kurzstreckenticket für Busse und Bahnen einsetzen wollen. Das ist gut so und eine langjährige CDU-Forderung. Für verbesserungswürdig halten wir die Ausgestaltung des Mannheimer Vorschlags: Demnach soll das Ticket nur vier Haltepunkte weit reichen. Als CDU fordern wir keine starre Zahl von Haltestellen, sondern ein Zeitlimit (15 Minuten). Denn eine Fahrt beispielsweise von Peterstal nach Ziegelhausen zum Einkaufen umfasst deutlich mehr als vier Haltestellen. Wir haben daher unseren Antrag erneuert. Die Umsetzung des ausgedruckten Kurzstreckentickets scheiterte bisher an der Ablehnung der Verantwortlichen bei RNV und VRN. Die Begründung war stets die gleiche: keine Akzeptanz in den kleinen Gemeinden, zu viel Bürokratie bei den Unternehmen, Unwille einen Zusatztarif einzuführen, Schwierigkeiten bei der Abrechnung, Verlust von Einnahmen etc. Wir können diese Argumente nur schwer verstehen. Denn schließlich gibt es den Tarif schon. Zum einen als elektronischen Kurzstreckentarif für registrierte Smartphones und zum anderen als Papierticket. In Mannheim wie auch in Heidelberg ist es als City-Ticket bekannt. Die Nutzung ist aber auf die Kernstadt beschränkt, in Heidelberg zwischen S-Bahnhof Altstadt und Hauptbahnhof.

Gerade in den Stadtteilen wäre ein solches Angebot vonnöten. Wir sehen den Bedarf insbesondere bei der älteren Bevölkerung. Die Zahlung von über fünf Euro für eine Fahrt hin und zurück z.B. für kleinere Besorgungen ist übertrieben und so wird im ÖPNV meist keine Alternative gesehen. In den oft steilen Randlagen ist eine Nutzung des Fahrrades für Einkäufe kaum möglich, und so benachteiligt man zeitgleich die Wohnbevölkerung in den Stadtteilen und die Geschäftswelt. Dem Argument, man fürchtet Einnahmeverluste, kann ich nur vehement widersprechen: Busse und Bahnen fahren in den Randlagen außer in den Rushhours nahezu leer, ein zusätzliches Kurzstreckenangebot führt hier eher zur Verminderung von Verlusten und nicht zu Einnahmeverlusten. Wir hoffen, dass durch die neue Unterstützung aus Mannheim etwas mehr Bewegung in die Angelegenheit kommt und der VRN nun endlich auch ein Kurzstreckenticket für alle einführt. Bevölkerung, Geschäftswelt und unser Klima werden es danken. Wir von der CDU bleiben da dran – unterstützen Sie uns dabei.

Ihr Stadtrat Jan Gradel

Gelesen 1367 mal Letzte Änderung am 15.03.2018
Dr. Jan Gradel - Stadtrat


Fraktionsvorsitzender 
der CDU Fraktion

Dipl-Chemiker, Angestellter
geb. 1961, Vater von 3 Kindern

Stadtrat seit 1994 
Fraktionsvorsitzender seit September 2002

Sprecher des Haupt- und Finanzausschusses 
Stellvertretender Sprecher des Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschusses

Mitglied im Ältestenrat, Haupt- und Finanzausschuss, Konversionsausschuss, Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss, Sportausschuss und Ausschuss für Soziales und Chancengleichheit

Aufsichtsrat der Heidelberger Stadtwerke (HSW), der Heidelberg Marketing GmbH, Beirat des Heidelberger Frühling gGmbH, Mitglied der Verbandsversammlung Region Rhein/Neckar und Mitglied des Nachbarschaftsverbandes

Bezirksvorstand der Mittelstandsvereinigung der CDU Nordbaden 
Kreisvorsitzender der Mittelstandsvereinigung 
Beisitzer im Vorstand der CDU Ziegelhausen 
Mitglied in verschiedenen Vereinen

Ihr Ansprechpartner für Neuenheim, Ziegelhausen, Weststadt/Südstadt und Schlierbach


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