Betriebshof Bergheim

- Aus dem Stadtblatt vom 2. April 2014 -

Wegen der Beschlüsse zum Ausbau des Betriebshofes Bergheim gab es einige Aufregungen im Stadtteil. Dabei fühlte sich mancher wegen der Schnelligkeit überrumpelt und manche nannten die Befürworter Totengräber des Stadtteils. Ich mahne zur Vernunft, zum Rechnen und zum Nachdenken. Ausgangslage: Der Betriebshof stammt aus den 1920er Jahren. Er wurde regelmäßig angepasst, entspricht aber nicht den Erfordernissen der heutigen Fahrzeuge. Die Tore der Hallen stehen immer offen. Es muss viel rangiert werden. Arbeitsschutz, Brandschutz und vor allem die Statik entsprechen nicht mehr den Regelungen – es gibt nur drei Lösungen: 1. komplette Verlagerung, 2. Ausbau und 3. Sanierung. Und nun beginnt eine Rechnerei mit vielen Variablen. Diese wären A. Grundstückskosten, B. Baukosten, C. Unterhalts- und Nebenkosten, D. Betriebskosten (u. a. Kosten für das Ausund Einrücken der Fahrzeuge) E. Landeszuschüsse.

Die Rechenwege und die Variablen sind größtenteils bekannt, wenn nicht müssen gute Schätzungen angewendet werden. Die Alternativen wurden 2010 intensiv gerechnet und die Verlagerung wurde – weil weitaus teuerste Variante – verworfen. Der Gemeinderat akzeptierte den Beschluss der RNV und die SWH verkaufte und überplante daraufhin Teile des Grundstücks im Pfaffengrund. Als günstigste Variante erwies sich der Ausbau am jetzigen Standort. Dies vor allem aus zwei Gründen: 1. Eine Erweiterung ist voll zuschussfähig nach GVFG und damit ca. fünf Mio. günstiger als eine Sanierung und 2. In einer Gesamtkostenrechnung inklusive Betriebsablauf werden pro Jahr ca. eine Mio. eingespart. Anfang 2013 wurde daraufhin ein Zuschussantrag beim Land gestellt. Dieser verfällt aufgrund einer überraschenden Gesetzesänderung, wenn nicht bis zum 01.04. mit dem Bau begonnen wird. So viel zu den Zahlen.

Natürlich gilt es die reinen Rechenergebnisse gegenüber anderen Faktoren abzuwägen. Dabei spielen die Stadtteilentwicklung Bergheims genauso eine Rolle wie Finanzen und der ÖPNV für die Gesamtstadt. Nach reiflicher Überlegung und Abwägung sind wir zum Schluss gekommen, dem Ausbau am Standort den Vorzug zu geben. Bergheim ist – trotz Betriebshof – der Stadtteil, der sich am stärksten positiv verändert hat. Er gilt – nicht ohne Grund – als Geheimtipp in der Wohnungswirtschaft. Von einer Totengräberstimmung zu sprechen ist daher absolut kontraproduktiv, entspricht nicht den Tatsachen und wird nicht dem gerecht, was Gemeinderat, Stadt, Universität und die vielen privaten Investoren für den Stadtteil in den letzten zehn Jahren geleistet haben. Der Stadtteil lebt seit über 100 Jahren mit dem Betriebshof. Er gehört dazu – nun gilt es das Areal besser zu integrieren. Dazu werden wir zusätzliche Mittel bereitstellen und die Bürger beteiligen.

Dr. Jan Gradel

Tel. 06221 163972,
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Gelesen 3372 mal Letzte Änderung am 02.06.2014
Dr. Jan Gradel - Stadtrat


Fraktionsvorsitzender 
der CDU Fraktion

Dipl-Chemiker, Angestellter
geb. 1961, Vater von 3 Kindern

Stadtrat seit 1994 
Fraktionsvorsitzender seit September 2002

Sprecher des Haupt- und Finanzausschusses 
Stellvertretender Sprecher des Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschusses

Mitglied im Ältestenrat, Haupt- und Finanzausschuss, Konversionsausschuss, Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss, Sportausschuss und Ausschuss für Soziales und Chancengleichheit

Aufsichtsrat der Heidelberger Stadtwerke (HSW), der Heidelberg Marketing GmbH, Beirat des Heidelberger Frühling gGmbH, Mitglied der Verbandsversammlung Region Rhein/Neckar und Mitglied des Nachbarschaftsverbandes

Bezirksvorstand der Mittelstandsvereinigung der CDU Nordbaden 
Kreisvorsitzender der Mittelstandsvereinigung 
Beisitzer im Vorstand der CDU Ziegelhausen 
Mitglied in verschiedenen Vereinen

Ihr Ansprechpartner für Neuenheim, Ziegelhausen, Weststadt/Südstadt und Schlierbach


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