Montag 20 November 2017
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Neues Konferenzzentrum und Gedenkkultur

Neues Konferenzzentrum und Gedenkkultur

Konferenzzentrum
Das Preisgericht, dem ich auch angehören durfte, hat einstimmig den Siegerentwurf für das neue Konferenzzentrum in der Bahnstadt gekürt. Wie bei fast allen Bauvorhaben in Heidelberg wird kontrovers diskutiert. Über Architektur lässt sich schließlich trefflich streiten, ist die Wahrnehmung doch von Person zu Person unterschiedlich. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir eine sehr gute Wahl getroffen haben. Der Entwurf steht Heidelberg gut zu Gesicht und setzt das in der Bürgerbeteiligung gewünschte Ausrufezeichen. Sowohl architektonisch als auch funktional ist der Entwurf gelungen. Er findet eine starke Antwort auf die Verbindung des neuen Bahnhofsplatz-Süd mit dem Zollhofgarten und der Bahnstadt. Auch im Inneren überzeugt das stimmige und attraktive Erscheinungsbild. Zudem wichtig: Die wirtschaftlichen Aspekte passen ebenfalls. Vorbehaltlich der Zustimmung durch den Gemeinderat kann sich Heidelberg auf ein tolles neues Wahrzeichen freuen, das unsere Stadt für Konferenzgäste noch attraktiver macht. Ich wünsche uns diesen Mut.

Gedenken an den RAF-Anschlag
Am 24. Mai 1972 fand in Heidelberg der blutigste Bombenanschlag der Roten Armee Fraktion (RAF) statt. Bei diesem Akt der Barbarei auf dem Gelände des US-Hauptquartiers in der Römerstraße kamen drei US-Soldaten ums Leben; fünf kleine Kinder verloren ihre Väter. Die Erschließung der Konversionsflächen bietet uns 45 Jahre nach den schrecklichen Ereignissen die Chance, an die Opfer zu erinnern. Bei unserer interessanten Veranstaltung mit dem Linksterrorismus-Experten Dr. Wolfgang Kraushaar wurde die nationale Bedeutung des Anschlags deutlich. Neben dem „Deutschen Herbst“ im Jahr 1977 ist die so genannte „Mai-Offensive“ im Jahr 1972 die zweite entscheidende Zäsur in der Geschichte des RAF-Terrors. Wir als CDU schlagen vor, für die Gestaltung des geplanten Monuments einen Schülerwettbewerb durchzuführen. Dies hat sich beim Mahnmal zur Deportation der jüdischen Mitbürger nach Gurs gleich in mehrfacher Hinsicht als richtig erwiesen. Zum einen gibt es viele kreative sowie würdige Ideen und zum anderen regt es die Schülerinnen und Schüler zur Auseinandersetzung mit dem Thema an. Wir hoffen, dass wir diesen Weg gemeinsam mit der Stadtgesellschaft einschlagen können. 45 Jahre nach dem Anschlag würde das Heidelberg nicht nur gut zu Gesicht stehen, es ist auch höchste Zeit dieses Kapitel unserer Stadt, das Teil deutscher Geschichte ist, stärker in den Blick zu nehmen.

Mit den besten Grüßen
Alexander Föhr
Gelesen 57 mal Letzte Änderung am 27.10.2017

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