Heidelberger Delegation in Kumamoto (Japan)

Kumamoto ist die am weitesten entfernte Partnerstadt Heidelbergs. Rund 700.000 Einwohner zählend, befindet sie sich auf der südlichsten der vier Hauptinseln Japans - Kyushu. Ebenso wie in Heidelberg wird das Stadtbild durch das Schloss geprägt, welches zu den schönsten Schlössern Japans zählt. Nicht weniger beeindruckend ist der Suizenji-Park, eine mehr als 350 Jahre alte und mit viel Liebe zum Detail gestaltete Gartenanlage. Obwohl die Partnerschaft zwischen Heidelberg und Kumamoto erst am 19.05.1992 geschlossen wurde, gehen die freundschaftlichen Verbindungen weit bis in die 60er Jahre zurück und wurden von dem Heidelberger Bürger Norbert Hormuth geknüpft, der Lektor an der Universität Kumamoto war. Angetrieben durch die vielen geographischen und historischen Ähnlichkeiten der beiden Städte, ihre Geschichte, die Lage am Fluss und das Schloss, machte er sich diese Städtepartnerschaft zum Ziel. Seit dieser Zeit gab es viele Kontakte und Besuche.
 
Auch im Februar dieses Jahres reiste eine 13-köpfige Delegation für vier Tage nach Kumamoto. Dazu zählten der Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner, die Stadtdirektorin Nicole Huber, sowie die fünf Stadträte Alfred Jakob, Christoph Rothfuß, Mathias Michalski, Michael Pfeiffer und Karl Breer, ein Vertreter des Heidelberger Freundeskreises Kumamoto - Hans-Jürgen Howoldt, Gerhard Schäfer vom Sportkreis Heidelberg, Steffen Wörner vom Stadtjudendring Heidelberg, Ralph Kühnl vom Rhein-Neckar-Fernsehen, Sebastian Riemer von der Rhein-Neckar-Zeitung, sowie Malena Reißfelder, Mitarbeiterin des OB Referats. Wir wurden mit einer so unglaublichen Freundlichkeit empfangen, dass man sich sofort wohlfühlen musste. Die Herzlichkeit der Menschen ist unbeschreiblich und hat bei uns allen einen tiefen Eindruck hinterlassen. Vielleicht könnten wir uns in Europa ein wenig davon anstecken lassen und unser Miteinander wieder herzlicher werden lassen. Besonders beeindruckend war auch die Sauberkeit des Stadtbildes. Kein Unrat lag auf den Straßen, alles war sehr ordentlich, fast so, als wären die Straßen gerade eben gereinigt worden. Und das, obwohl Kumamoto letztes Jahr von einem schweren Erdbeben getroffen wurde, nach welchem das Leben in Kumamoto aus dem Takt geriet und viele Bewohner obdachlos wurden. Vielleicht gehört es einfach zu der Einstellung der Menschen dort, dass alle gemeinsam versuchen, ihren Lebensraum sauber zu halten. Auf jeden Fall hat es sehr zum Nachdenken angeregt.
 
Und es wäre toll, wenn wir von der japanischen Sicht der Welt ein wenig nach Heidelberg mitnehmen könnten. Für mich war diese Kumamoto-Reise mein schönstes Erlebnis.
 
Ihr
Alfred Jakob
Gelesen 972 mal Letzte Änderung am 09.04.2018

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