Besuch bei Freunden

Vom 02. bis zum 20.04. waren meine Frau und ich mit dem Freundeskreis Kumamoto in Japan unterwegs. Diese Reise war in jeder Hinsicht sehr prägend und lehrreich. Stationen waren neben der Heidelberger Partnerstadt Kumamoto u.a. die Städte Tokio, Kanazawa, Kagoshima, Okinawa, Kyoto, Osaka und Nagasaki.

Überall sind wir sehr freundlich empfangen worden. Unsere örtlichen Gesprächspartner haben sich riesig gefreut, mit uns als Deutschen und Heidelbergern in Kontakt zu kommen. Dies hat dazu geführt, dass sie sich unfassbar bemüht haben, uns den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Wir wurden nicht nur vorzüglich bewirtet, sondern hatten durch ein umfängliches Rahmenprogramm die Gelegenheit, mehr über Land, Leute, Kultur und Politik zu erfahren. Dabei sind mir verschiedene Dinge aufgefallen, von denen wir auch hierzulande einiges lernen können:

Zunächst ist der ÖPNV in Japan hervorragend organisiert. Abgesehen von der beeindruckenden Pünktlichkeit von Bussen und Bahnen sind diese – wie auch die Stationen – von absoluter Sauberkeit. Auch die Nutzung ist sehr komfortabel: Mit einer Zeitkarte – wie es sie in Heidelberg seit neuestem z.B. für die Nutzung des Thermalbades gibt – kann man dort auch den ÖPNV nutzen. So wird nur die Zeit abgerechnet, die man mit der Nutzung des Verkehrsmittels tatsächlich zubringt. Übrig gebliebenes Guthaben kann man in den Geschäften der Bahnhöfe und Stationen verkonsumieren. Ihr Wohnungs- und Platzproblem haben die Japaner dadurch gut gelöst, dass mitunter auch mutiger in die Höhe gebaut wird als hierzulande. Dabei sind nicht nur gesichtslose Hochhäuser entstanden, sondern teilweise anspruchsvolle Gesamtkunstwerke, die etwa über Aussichtsplattformen miteinander verbunden sind. In der Landwirtschaft sind mir die genossenschaftlichen Strukturen aufgefallen. Bauern nutzen die großen Gerätschaften gemeinsam, so dass die alten kleinsteiligen Strukturen teilweise fortbestehen und die Betriebe trotzdem wettbewerbsfähig bleiben konnten.

Als Fazit meiner Reise hoffe ich, dass wir das freundschaftliche Verhältnis zu Kumamoto beibehalten und fortentwickeln können. Die Menschen sind unglaublich herzlich und assoziieren Heidelberg fast nur positiv. An unserer Kultur und unserem Leben besteht ein großes Interesse. Allen Heidelbergerinnen und Heidelberger möchte ich daher raten: Machen Sie von den tollen Möglichkeiten der Partnerschaft mit unseren Freunden aus Kumamoto ebenfalls Gebrauch! Es lohnt sich!

Ihr Otto Wickenhäuser

Gelesen 573 mal Letzte Änderung am 28.05.2018

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