Radfahren in Heidelberg

33% aller innerstädtischen Wege können mittlerweile mit dem Rad zurückgelegt werden und genauso viele Heidelberger nutzen das Rad. Optimale Verbindungen garantiert das Heidelberger Radwegenetz.

Heidelberg wurde vom Land Baden-Württemberg schon 2-mal als „fahrradfreundliche Kommune“ ausgezeichnet. Nach der Studie „Mobilität in Städten“ ist bei kurzen Strecken das Rad das Hauptverkehrsmittel. Gut ist das Angebot für Leihräder, für Räder offene Einbahnstraßen und die gute Erreichbarkeit des Zentrums, die Studie sieht aber auch großen Handlungsbedarf, wie z.B. Raddiebstahl und Konflikte mit Fußgängern.

Konflikte ergeben sich oft durch rücksichtslose Radler, die mit ihren schnellen Rädern, gerade bei den älteren Fußgängern Angst und Schrecken verbreiten, wie aber auch bei spielenden Kindern, die in verkehrsberuhigten Bereichen eigentlich mit Sicherheit rechnen dürften, oder auch die Fahrgäste, die an den Haltestellen von den zu nah anschließenden Radwegen gefährdet sind.

Erwähnt werden müssen aber auch die vielen Radler, die ohne Licht fahren, oder mit dem Handy am Ohr unterwegs sind und bei „Rot“ über die Ampeln brettern. Ich konnte mich auf einer kurzen Strecke zur Innenstadt überzeugen, wo ich ganze 11 Verstöße gezählt habe. Es gibt aber auch „militante“ Zweiradfahrer, die im Verkehr aktiv provozieren. Kontrollen der Polizei, die aus meiner Sicht nicht ausreichend stattfinden, zeigen die Deutlichkeit dieser Schwachstellen auf.

Es stellt sich daher die Frage, wo bleibt die Kennzeichnungspflicht für Fahrräder, die Heidelberg sicherlich nicht im Alleingang umsetzen kann? Diese würde es sehr viel leichter machen, Verkehrsverstöße zu ahnden und im Schadensfall würde eine Haftpflichtversicherung dafür sorgen, dass der Geschädigte auch seinen Ausgleich erhält.

Ihr
Martin Ehrbar

 

Gelesen 234 mal Letzte Änderung am 11.11.2021

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