Bleibt der Bevölkerungsschutz auf der Strecke?

Der Doppelhaushalt beherrscht zurzeit unsere Arbeit im Gemeinderat, umso mehr muss man sehen, was man sich noch leisten kann oder nicht. Der Warntag im vergangenen Jahr hat nun die Schwachstellen der Digitalisierung aufgezeigt. Meldungen der Apps „Nina“ und „Katwarn“ kamen erst gar nicht bei den Bürgerinnen und Bürgern an, sind in der Vielzahl der eingehenden Meldungen auf dem Smartphone untergegangen, oder die Meldungen kamen hinterher erst als alles bereits vorbei war, an. Man darf sich hier gar nicht erst vorstellen, was wäre, wenn es wirklich zu einer richtigen Katastrophe kommen würde.

Ansatzweise haben wir das bei dem zunächst unbekannten „blauen Leitungswasser“ und dem Großbrand in einer HDer Chemiefirma schon erleben können. Hier konnte die Bevölkerung nicht zeitnah informiert werden. Nun steht wieder einmal der Doppel-HH für 2021/22 an und das vom Gemeinderat bereits beschlossene Sirenennetz für Heidelberg soll nach dem Willen der Stadt geschoben werden.

Eigentlich ein Unding! Wir wollen uns den Luxus zweier Rad- und Fußgängerbrücken über die Deutsche Bahn und den Neckar leisten, wobei bei beiden in ein paar Meter Entfernung bereits die Czerny- und die Ernst-Walz-Brücke verläuft. Beide Brücken würden diesen Verkehr problemlos aufnehmen können, wenn es aber um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger geht, wird gespart.

Ein Sirenennetz würde uns allen ein Stück mehr Sicherheit geben, ob man ein Handy/Smartphone hat oder auch nicht. Das Ertönen der Sirenen würde uns allen in den Sinn bringen sich dann zeitnah zu informieren. Die CDU wird sich deshalb für die baldige Umsetzung des Warnnetzes stark machen und  die benötigten Mittel von 400.000 € im Haushalt beantragen.

Bleiben Sie gesund, es grüßt Sie herzlichst

Ihr Stadtrat
Martin Ehrbar
Tel.: 06221 / 58-47160
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Gelesen 144 mal Letzte Änderung am 20.05.2021

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