G7 und Karlspreis stärken Ukraine

23. Mail 2023

Am 23. Mai treffen sich die EU-Verteidigungsminister in Brüssel. Auf der Tagesordnung: Unterstützung für die Ukraine. Bereits am 19. Mai startete der G7 Gipfel in Hiroshima, fast 78 Jahre nachdem die einzigen Atombombenabwürfe der Geschichte den zweiten Weltkrieg auch in Ostasien beendeten.

In Hiroshima wurde dem ukrainischen Staatspräsidenten Wolodymyr Selenskyj weitere militärisch notwendige Unterstützung zugesichert. Selbst bisher neutrale Staaten wie Brasilien und Indien gewähren symbolische Unterstützung in persönlichen Gesprächen unter Regierungschefs und einem gemeinsamen Foto im Friedenspark von Hiroshima.

Unterstützung für die Ukraine

Die USA garantieren der Ukraine weitere 375 Millionen Dollar und bewilligen die Ausbildung ukrainischer F16-Kampfpiloten. Der britische Premier Rishi Sunak stellte sein Militär für die notwendige Ausbildung zur Verfügung. Andere europäische Staaten sicherten die Verfügbarkeit der F16 zu.

Die CDU unterstützt diese breite Unterstützung. Da Deutschland keine F-16- Maschinen besitzt, unterstützt die CDU die Lieferung weiterer Munition und eine weitere finanzielle Zusicherung von fast zwei Milliarden Euro gibt. Das Signal des ukrainischen Präsidenten in den letzten Wochen ist nach den Worten des CDU-Außenpolitikers Jürgen Hardt, „dass Selenskyj durch die Welt reisen kann und Putin sich nicht raustraut“.

Der Karlspreis 2023: „die Verpflichtung das nächste Kapitel der gemeinsamen Geschichte besser zu schreiben“

Im festlich gestimmten Rathaus in Aachen spielten am 14. Mai Streicher klassische Musik für das Publikum. Ehemalige Preisträger, Botschafter und Botschafterinnen, wichtige Politiker aus ganz Europa - zwischen Kostüm-, Anzug- und Krawattenträgern saß Ehrengast und Preisträger Selenskyj in unscheinbarem Pullover und Navy-Hose. Ein Outfit, das die grausame Kriegssituation seines Landes sichtbar widerspiegelt. Es belegt auch den direkten Bezug zu den Worten von Karlspreis-Gründer Kurt Pfeiffer: „Die Verteidigung von Freiheit, Menschlichkeit und Frieden.“ Für genau diese europäischen Werte kämpft die Ukraine seit weit mehr als einem Jahr mit dem Ziel „das nächste Kapitel der gemeinsamen Geschichte besser zu schreiben“.
Für Selenskyj war nicht nur der Besuch in Hiroshima ein Wiedersehen altbekannter Freunde. So war auch die europäische Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vor Ort. Sie hielt in Aachen die Laudatio auf Wolodymyr Selenskyj und die gesamte ukrainische Nation zur Verleihung des Karlspreises. Wie auch beim G7-Treffen in Hiroshima wurde in der Laudatio von der Leyens die wichtige Rolle der Ukraine für ganz Europa klar – mit Geschlossenheit für ein friedliches Zusammenleben.

Glaube trotz Wut und Verzweiflung

„Butscha, ich habe die Massengräber neben der Kirche gesehen, die dicht an dicht liegenden Leichensäcke – die frühen, grausamen Symbole von Putins Krieg.“ Ursula von der Leyen erinnert an die grausamen Bilder, die sie beim Besuch von Butscha im Frühjahr 2022 sehen musste. „Das Gefühl der Menschen war Wut und Verzweiflung. Aber da war auch ein fester Glaube. Der Glaube daran, dass die Ukraine sich wehrt und das Blatt sich wendet“, betont die Kommissionspräsidentin.

Nicht nur die ukrainische Bevölkerung hatte sie bei Besuch beeindruckt. Auch das Treffen mit Präsident Selenskyj: „Als ich an diesem Tag in seine Augen blickte“, so von der Leyen „war ich zutiefst berührt von der unerschütterlichen Standhaftigkeit, die er ausstrahlte.“ Eine Standhaftigkeit für Demokratie und Einheit, die der Präsident seit dem ersten Tag des Einmarsches russischer Armeen in die Ukraine signalisierte, als er selbst das amerikanische Angebot für Asyl ablehnte und statt Mitwahrgelegenheit um Munition als Unterstützung bat. „Präsident Selenskyj hat den unbedingten Glauben, dass diejenigen, die FÜR etwas kämpfen, immer stärker sein werden als diejenigen, die anderen ihr Joch aufzwingen wollen“, erkennt sie ihm bewundernd an.

Diesen gemeinsamen Glauben teilen alle in der Ukraine. Die Ukrainerinnen und Ukrainer zeigen Mut und Widerstandskraft, sie bringen Opfer, während sie europäische Werte teilen und leben“, macht von der Leyen deutlich. „Genau deswegen kann ich mir keinen würdigeren Träger dieses Karlspreises vorstellen als Selenskyj und die Menschen der Ukraine.“

Die Verpflichtung an uns, europäische Werte zu verteidigen

Die Präsidentin der Europäischen Kommission leitet aber auch eine Verpflichtung für alle Europäer aus dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ab. „Für jede Generation kommt der Moment, an dem sie für die Demokratie und das, woran sie glaubt, aufstehen muss. Für uns ist dieser Moment jetzt gekommen. Und so wie die mutigen Männer und Frauen, die für ihre Freiheit kämpften, das Gesicht Europas vor mehr als 30 Jahren verändert haben, so entscheiden heute unsere Handlungen darüber, welches Gesicht unser Europa in der Zukunft haben wird.“ Drei Werte, die die Ukraine mit großem Mut verteidigen, stellt von der Leyen in den Mittelpunkt:

Die Freiheit

Der unbändige ukrainische Freiheitswille hat die Welt verblüfft. Seit mittlerweile zehn Jahren zeigen die Menschen der Ukraine mit Entschlossenheit ihre Zielstrebigkeit auf dem Weg zur europäischen Union. Das ist, so Von der Leyen „eine Inspiration für uns alle. Niemals“, betont sie, „können wir die Hingabe und den Mut der Menschen in der Ukraine aufwiegen, aber wir können fest an ihrer Seite stehen.“

Die Menschlichkeit

Mit Blick auf die Auswirkungen des Krieges dankt Von der Leyen den „zahllosen Europäerinnen und Europäern, die ihre Türen und Herzen für ukrainische Geflüchtete geöffnet haben”. Auch „den Städten und Gemeinden, den Lehrkräften und Sportvereinen, die die ukrainischen Kinder so herzlich aufgenommen haben, und den zahllosen Unternehmen, die ihren Eltern Arbeitsplätze angeboten haben“ zollt sie als Vertreterin der Europäischen Union großen Respekt.

Der Frieden

Die Ukraine verändert das Gesicht Europas. Das Land zeigt den Mut, für seine Überzeugungen zu stehen, es ringt um Einheit und es kämpft für Freiheit und Frieden. „Die Ukraine verkörpert all das, wofür die Europäische Idee steht“, fasst die Kommissionspräsidentin zusammen. Klar und deutlich zeigt sich in der Laudatio, dass Präsident Selenskyj und mit ihm die Menschen in der Ukraine für genau die Werte kämpfen, welche Gründervater Kurt Pfeiffer vor vielen Jahrzehnten dazu inspiriert hatten, den Karlspreis zu verleihen – europäische, christdemokratische Werte.

Das Unmögliche möglich machen: Der Karlspreis zu Aachen

Kurz nach dem zweiten Weltkrieg, 1950, hat Kurt Pfeiffer, Mitbegründer der CDU Aachens, den Karlspreis ins Leben gerufen. In Anlehnung an den als ‚Vater Europas‘ bezeichneten Karl den Großen zeichnet der bekannte Karlspreis seitdem Persönlichkeiten aus, die sich für Europa und die europäische Einigung engagiert haben. Menschen, die in den Worten Pfeiffers „einer großen Verpflichtung nachgekommen sind“: Der Verpflichtung „das nächste Kapitel der gemeinsamen Geschichte besser zu schreiben“, der Verpflichtung „die höchsten irdischen Güter zu verteidigen: Freiheit, Menschlichkeit und Frieden, um die Zukunft der Kinder und Enkel zu sichern.“

„Aber was wäre, wenn das tatsächlich unsere Aufgabe ist, zusammenstehen und das Unmögliche möglich machen“, auch diese Worte stammen vom neuen Karlspreisträger Selenskyj. Worte, die Europa beschreiben und wofür Europa steht. Das betont auch Von der Leyen abschließend in ihrer Gratulation: „Mit dem heutigen Preis senden wir eine klare Botschaft: Wir stehen an Präsident Selenskyjs Seite. Wir stehen an der Seite der Menschen in der Ukraine. Wir stehen an ihrer Seite, bis wir gemeinsam das Unmögliche möglich gemacht haben.“

Weitere Links:

Die Rede von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zur Verleihung des Karlspreises lesen Sie hier.

Den Livestream der Preisverleihung zum Nachsehen finden Sie hier.

Gelesen 1457 mal Letzte Änderung am 24.05.2023
Dr. Jan Gradel - Stadtrat

Fraktionsvorsitzender
der CDU Fraktion

Dipl-Chemiker, Angestellter
geb. 1961, Vater von 3 Kindern

Stadtrat seit 1994
Fraktionsvorsitzender seit September 2002

Sprecher des Haupt- und Finanzausschusses

Mitglied im Ältestenrat, Haupt- und Finanzausschuss, Konversionsausschuss und Sportausschuss 

Aufsichtsrat der Stadtwerke Heidelberg (SWH), der Stadtwerke Netze (SWH-N), Beirat Digitalisierung,  Vertreter Forum Masterplan und Mitglied der Verbandsversammlung Region Rhein/Neckar und Mitglied im Beirat Digitalisierung

Beisitzer im Vorstand der CDU Ziegelhausen
Mitglied in verschiedenen Vereinen

Ihr Ansprechpartner für Neuenheim, Ziegelhausen, Boxberg, Emmertsgrund, sowie Weststadt, Südstadt und Schlierbach


Für Sie erreichbar unter:

Rahmengasse 32
69120 Heidelberg

Telefon: +49 (62 21) 80 96 04
Telefax: +49 (62 21) 80 96 94

Email: gradel@cdu-fraktion-hd.de
Facebook: www.facebook.com/jan.gradel

 

Weitere Artikel