CDU würdigt 50 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Israel

 Konrad Adenauer (Mitte) 1966 bei einem Treffen mit dem damaligen israelischen Ministerpräsidenten David Ben Gurion (zweiter von rechts) in Tel Aviv. Konrad Adenauer (Mitte) 1966 bei einem Treffen mit dem damaligen israelischen Ministerpräsidenten David Ben Gurion (zweiter von rechts) in Tel Aviv. Foto: Bundesarchiv (CC-BY-SA 3.0)

Zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel vor 50 Jahren am 12. Mai 1965 erklärt der Generalsekretär der CDU Deutschlands, Dr. Peter Tauber:

50 Jahre deutsch-israelische Beziehungen sind ein Grund zur Dankbarkeit und zur Freude, zugleich ein Ansporn und ein Auftrag für die Zukunft, sie weiter zu erhalten und zu vertiefen. Selbst heute noch erscheint es geradezu unvorstellbar, dass es trotz der Schrecken der Schoah und des unermesslichen Leides gelingen konnte, Beziehungen zwischen Deutschland und Israel aufzubauen, die mit Begriffen wie Freundschaft und Vertrauen beschrieben werden. Die CDU-Parteivorsitzende und Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel drückt dies aus, wenn sie davon spricht, dass sich die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel „vor dem Hintergrund des von Deutschland begangenen Zivilisationsbruchs der Schoah auch heute noch wie ein Wunder ausnimmt“.

Der 12. Mai 1965 steht für den Beginn dieser einzigartigen Verbindung. Auf politischer, wissenschaftlicher und kultureller Ebene beider Länder wird diese Beziehung mittlerweile nahezu selbstverständlich gelebt wird. Und doch wird das Verhältnis niemals normal sein, sondern immer besonders und herausragend bleiben. Die Erinnerung an die gemeinsame furchtbare Vergangenheit wird Deutschland und Israel auf immer miteinander verbinden. Es ist dem Mut und der Einsicht der ersten Regierungschefs beider Länder, Konrad Adenauer und Ben Gurion, zu verdanken, dass die entscheidenden Schritte aufeinander zu gemacht wurden. Sie wagten den Neuanfang und Brückenbau über die tiefen Gräben hinweg - getragen von dem Gedanken gemeinsamer Werte und Interessen.

Im Verhältnis zu Israel gibt es für Deutschland Konstanten, die nicht zur Disposition stehen. Dazu gehört zuvorderst das Existenzrecht Israels, das nicht verhandelbar ist. Das Eintreten für die sichere Existenz Israels hat Angela Merkel 2008 als Teil der „deutschen Staatsräson“ definiert. Dazu gehört zudem die historische Verantwortung, der sich Deutschland nie wird entziehen können, und die darin besteht, wie es der Historiker Heinrich August Winkler formuliert, „sich der Geschichte dieses Landes im Ganzen bewusst zu werden“. Die Freundschaft zu Israel und das Erinnern an die Schoah ist eine Aufgabe aller Deutschen - auch derjenigen, deren Vorfahren 1945 noch nicht in Deutschland gelebt haben und derjenigen, die noch zu uns kommen und sich entscheiden, Deutsche zu werden. Für uns alle besteht als Deutsche auch in der Zukunft die Verpflichtung, die Erinnerung an die Schoah aufrechtzuerhalten und die Lehren daraus an die nächste Generation weiterzugeben. Das gilt umso mehr, als es weiter fremdenfeindliche und antisemitische Einstellungen gibt und sich Juden in Deutschland Hasstiraden ausgesetzt sehen und sich bedroht fühlen. Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus werden wir uns als Christdemokraten stets entschieden entgegen stellen.

Gelesen 2722 mal Letzte Änderung am 20.05.2015

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